
Ich war 14 Jahre alt, als Stéphanie in mein Leben trat.
Zu diesem Zeitpunkt erlebte ich den Schulalltag als eine wahre Tortur. Trotz meiner Anstrengungen habe ich nie gute Noten erzielt. Das lag nicht daran, dass ich dumm war, sondern einfach daran, dass ich Hilfe benötigte. Die meisten Lehrer hatten die Hoffnung bereits aufgegeben und sahen in mir eine weniger intelligente Schülerin. Meine Hoffnung und Motivation schwanden langsam, aber meine Mutter ermutigte mich, weiterzukämpfen und mich in der Hausaufgabenbetreuung unserer Schule anzumelden. Das habe ich dann auch getan. Damals ahnte ich noch nicht, dass dies die beste Entscheidung meines Lebens sein würde. Heute bin ich mehr als nur dankbar und stolz darauf, diesen Schritt gemacht zu haben.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie deprimiert ich das erste Mal zur Hausaufgabenbetreuung ging und fest davon überzeugt war, dass es für mich keine Hoffnung gab. Dort begann unsere gemeinsame Reise. An dem Tag fragte Stéphanie mich, was meine größte Herausforderung sei, und ich erklärte ihr, dass ich nicht die Noten schrieb, die ich schreiben wollte, egal was ich versuchte. Sie war wie ein Licht am Ende des Tunnels. Seit diesem Tag stand sie immer hinter mir und machte das Unmögliche möglich.
Sie begleitete mich zwei Jahre lang. Zwei Jahre, die für meine Zukunft entscheidend waren. Während meine Lehrer mir sagten, dass ich meinen Traum, Polizistin zu werden, aufgeben sollte, war Stéphanie davon überzeugt, dass ich diesen Weg gehen könnte. Sie sah in mir Potenzial, das alle anderen nicht sahen, und sie half mir, es auszuschöpfen. Auch wenn mal nicht alles nach Plan lief, gab sie die Hoffnung nie auf.
Über viele Monate hinweg trafen wir uns nach der Schule, und Stéphanie half mir, mein Ziel zu erreichen. Eine letzte Klassenarbeit stand an, die entscheidend war, um die Tür für meine berufliche Orientierung zu öffnen. Ich erreichte 59 von 60 Punkten, etwas, das niemand für möglich gehalten hatte – außer Stéphanie.
Aus einer Lehrerin wurde im Laufe der Jahre für mich eine Freundin und mein Vorbild. Sie hat einen festen Platz in meinem Herzen. Ich schätze sie und vertraue ihr. Ich bin dankbar, jemand so Wertvolles an meiner Seite zu haben.
Heute bin ich glücklich, weil ich meinem Ziel so nahe wie noch nie bin. Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin, sie kennengelernt zu haben und dass sie mein Potenzial sah, wo es niemand sonst sah. Als ich damals mit 14 zum ersten Mal auf sie traf, war mir nicht klar, dass die Hilfe, die ich so lange gesucht hatte, direkt vor meiner Nase stand und Stéphanie mein Leben für immer verändern würde.
Darija